Gelbildner 
Zur Herstellung Viskoser Gele als Grundlage für Haut, Deo und Duschgele, Shampoos sowie als stabilisierende Komponente in Emulsionen und dekorativer Kosmetik benötigen wir Substanzen, die im Wasser quellen und es andicken, sogenannte Hydrokolloide. In diesem Block Beitrag möchte ich kurz erläutern, Gelbildneer arbeiten welche Eigenschaften sie auszeichnen und wie wir sie optimal verarbeiten können. Je nach Herkunft unterscheiden wir natürliche, halbsynthetische, synthetische und anorganische Gelbildner. In der Naturkosmetik verwenden wir vor allem natürliche Polysaccharide und ihre (halbsynthetischen) Derivate. Die Bezeichnung Hydrokolloide birgt in sich bereits die grundlegende Eigenschaft dieser Substanzgruppe: die Wörter Hydro (griech. Wasser) und Kolloide ( griech. leimartig) verweisen auf Stoffe, die in einem Dispersionsmitel ( im kosmetischen Bereich) in der Regel Wasser ) ein zusammenhängendes Gel ausbilden. Es entsteht ein 3-dimensionales Gerüst, vergleichbar einem Netz oder Schwamm, in dessen Zwischenräumen Wasser und gelöste Wirkstoffe ( Hydrogele), aber auch andere Substanzen, z.B geringere Mengen Öl ( Hydrodispersionsgele) oder Pigmente, eingebunden werden können. Hydrokolloide sind nicht nur Hilfsstoffe, sondern haben durchaus kosmetisch erwünschte Eigenschaften: so binden sie Wasser auf der Hautoberfläche und verringern den transepidermalen ( durch die Haut nach Außen wirkenden) Wasserverlust. Gelbildner wirken teilweise synergetisch, d.h sie verbessern ihre Eigenschaften in Kombination. 
Hinweis zur Verarbeitung
Die Eigenschaft, bei Wasserkontakt sofort zu quellen, führt bei der Verarbeitung von Gelbildnern bisweilen zum Problem der Verklumpung, da die einzelnen Partikel mit einander feste Agglomerate ( Zusammenballungen) bilden und sich nicht mehr ohne weiteres zu einem homogenen Gel verarbeiten lassen. Grundsätzlich haben sich felgende in der Apothekenpraxis seit Jahren bekannten Methoden bewährt:
  • Ein Dispergieren (gleichmäßiges Verteilen) des Gelbildners in einer Flüssigkeit, in der er nicht quellen kann: es bietet sich bevorzugt Alkohol( ab 70% vol) an. Anschließend wird das Wasser unter rühren hinzugeben und das Gel bis zum endgültigen Andicken ruhen gelassen.Ein Dispergieren des Gelbildners unter Rühren in sehr heißem Wasser: Die kurzzeitige Hitzeeinwirkung ist für alle Gelbildner verträglich. Nach dem Solvieren ( Lösen) lässt man das Gel ( je nach Gelbildner unterschiedlich lang) verkürzt ausquellen.
Ein Dispergieren des Gelbildners unter kräftigem Rühren in kaltem oder leicht erwärmtem Wasser: Nach dem Solvieren lässt man das Gel ebenfalls( je nach Gelbildner unterschiedlich lang) ausquellen.
Wir vertreiben Xanthan als Gelbildner für die Kosmetik.
 
Wichtig !!!
Mikrobieller- Verderb
Organische Gelbildner neigen zu mikrobiellem Verderb; daher ist eine sofortige und ausreichende Konservierung des fertigen Produkts unumgänglich. 
Das Dispergieren in Alkohol vor Verarbeitung hat konservierungstechnisch ebenfalls Vorteile.
Wir empfehlen unser pflanzliches Konservierungsmittel 
Naturellia Konservierungsmittel im Shop erhältlich zu verwenden. 
Es handelt sich um einen Breitbandkonservierer mit dem sie rundum geschützt sind und bis zu 3 Monate ruhe haben.